Dürfen Katzen Äpfel essen?
Share
Obst steht bei Katzen selten ganz oben auf dem Speiseplan, doch manche neugierigen Samtpfoten knabbern gerne mal an einem Schnitz. Aber ist das auch gesund? In diesem Ratgeber klären wir, ob Äpfel für Katzen sicher sind und worauf du unbedingt achten musst.
📌 Das Wichtigste in Kürze
- Fruchtfleisch ist sicher: In kleinen Mengen ist das reine Fruchtfleisch für Katzen ungiftig.
- Gefahr durch Kerne: Apfelkerne enthalten Amygdalin, das im Körper zu giftiger Blausäure wird. Entferne Kerngehäuse und Stiel immer gründlich.
- Zuckergehalt: Äpfel enthalten viel Fruchtzucker. Für übergewichtige oder diabetische Katzen sind sie daher ungeeignet.
- Nur ein Snack: Obst sollte niemals die Hauptnahrung ersetzen, sondern nur als seltener Leckerbissen dienen.

Äpfel als Snack: Vitamine oder unnötiger Zucker?
Äpfel enthalten Ballaststoffe (Pektin) sowie die Vitamine A und C. Während Ballaststoffe die Verdauung leicht unterstützen können, benötigen Katzen als reine Fleischfresser die pflanzlichen Vitamine aus Obst eigentlich nicht – sie produzieren Vitamin C sogar selbst.
Das größte Problem ist der Fruchtzucker. Da Katzen keine Geschmacksknospen für "süß" besitzen, genießen sie den Apfel eher wegen der knackigen Textur oder der Feuchtigkeit. Zu viel Zucker kann jedoch langfristig zu Übergewicht führen.
💡 Expertentipp: Die richtige Vorbereitung
Bevor du deiner Katze ein Stück Apfel anbietest, solltest du ihn unbedingt schälen und gründlich waschen. Die Schale ist oft mit Pestiziden belastet und für Katzen schwer verdaulich. Schneide den Apfel in winzige, mundgerechte Würfel, um ein Verschlucken zu verhindern, und biete niemals das Gehäuse an.
Wann du auf Äpfel verzichten solltest
Wenn deine Katze einen empfindlichen Magen hat oder zu Durchfall neigt, ist Obst tabu. Die enthaltene Säure kann die Magenschleimhaut reizen. Auch bei bekannter Diabetes oder Nierenproblemen solltest du auf zuckerhaltige Snacks wie Äpfel komplett verzichten und stattdessen bei fleischbasierten Leckerlis bleiben.
Sind Äpfel sicher für Katzen?
Ja, das reine Fruchtfleisch von Äpfeln gilt für Katzen im Allgemeinen als sicher und ungiftig. Da Katzen jedoch obligate Fleischfresser sind, ist ihr Verdauungstrakt primär auf tierische Proteine und Fette ausgelegt. Ein kleines Stückchen Apfel hin und wieder wird deiner Katze nicht schaden, sollte aber eher als „neugieriger Snack“ und nicht als gesundheitlich notwendige Ergänzung betrachtet werden, da sie die Vitamine aus dem Obst kaum effizient verwerten können.
Sind Äpfel giftig für Katzen?
Hier ist die Antwort ein klares „Jein“. Während das Fruchtfleisch harmlos ist, sind die Samen (Kerne), der Stiel und das Kerngehäuse tatsächlich giftig. Diese Pflanzenteile enthalten Amygdalin, eine Verbindung, die bei der Verdauung hochgiftige Blausäure (Zyanid) freisetzt. Aufgrund des geringen Körpergewichts einer Katze können bereits wenige Kerne ausreichen, um Vergiftungserscheinungen hervorzufragen. Achte also penibel darauf, dass deine Katze wirklich nur das „nackte“ Fleisch erwischt.
Wie viele Äpfel darf eine Katze essen?
Weniger ist hier definitiv mehr. Als Faustregel gilt: Ein bis zwei winzige, mundgerechte Würfel (etwa 1 cm groß) pro Woche sind das absolute Maximum. Äpfel enthalten viel Fruchtzucker, den Katzen weder schmecken können (ihnen fehlen die Rezeptoren für „süß“) noch biologisch benötigen. Ein Übermaß an Obst kann schnell zu Durchfall, Blähungen oder auf lange Sicht zu Übergewicht und Zahnproblemen führen.
Darf eine Katze nur bestimmte Äpfel essen?
Es gibt keine spezielle „Katzen-Apfelsorte“, aber du solltest bevorzugt zu reifen, süß-milden Sorten (wie Gala oder Golden Delicious) greifen. Sehr saure Äpfel (wie Granny Smith) enthalten viel Säure, die den empfindlichen Katzenmagen unnötig reizen kann. Viel wichtiger als die Sorte ist jedoch die Vorbereitung: Verwende am besten Bio-Äpfel, um Pestizidrückstände zu vermeiden, und biete den Apfel niemals mit Schale an, da diese oft schwer verdaulich ist.